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< Einladung zum Vortrag „Schmerz, lass nach“ – Was ist Schmerz und was kann ich dagegen tun?
19.07.19 09:34 Alter: 140 Tage
Kategorie: Allgemein

Vortrag "Schmerz, lass nach" - Was ist Schmerz und was kann ich dagegen tun?


Am 10.Juli 2019 lud die Sozialstation Esslingen e.V. zu einem Vortrag mit dem Titel „Schmerz, lass nach“ – Was ist Schmerz und was kann ich dagegen tun? ein. Die Sozialstation Esslingen setzte damit die gute Tradition von Vortragsreihen des inzwischen mit der Sozialstation fusionierten Krankenpflegevereins Hegensberg-Liebersbronn e.V. fort und freute sich über reges Interesse und zahlreiche Teilnahme. 

Mit Frau Anneke Kemmler, Oberärztin und Fachärztin für Anästhesie, Pädiatrie, Schmerz-medizin, Neonatologie, Notfallmedizin und Intensivmedizin im Esslinger Klinikum, konnte die Sozialstation eine erstklassige Referentin für die Veranstaltung im Gemeindehaus der ev. Kirchengemeinde Hegensberg-Liebersbronn gewinnen. 

Frau Anneke Kemmler zeigte dem interessierten Publikum auf, was Schmerz ist und was seine Funktionen sind. Laut Untersuchungen gibt es in Deutschland acht bis zehn Millionen von chronischen Schmerzen betroffene Menschen. Frau Kemmler unterschied in ihrem Vortrag zwischen akuten und chronischen Schmerzen und erklärte anhand der „big five der chronischen Schmerzen“ was es für Schmerzen gibt und was man dagegen tun kann. Als die „big five der chronischen Schmerzen“ sind die fünf Schmerzen gemeint, die vergleichsweise häufig auftreten: Schmerzen im Kopf, im Rücken, im Bauch, in den Gelenken und die Tumorschmerzen. 

Es ging um Schmerzlinderung und um Schmerzhemmung und Frau Kemmler hat den auf-merksamen Zuhörerinnen und Zuhörern deutlich gemacht, was die Medizin tun kann, aber auch was der Schmerzpatient selber tun kann. Das ist neben Medikamenten häufig gemäßigter Sport und regelmäßige Bewegung sowie eine gute Schlafhygiene. Es können aber auch Meditation, Entspannung und Physiotherapie helfen. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Medizinern und Therapeuten ist da sehr wichtig. 

Bei chronischen Schmerzen kann auch ein Schmerztherapeut aufgesucht werden. 

Der Weg zum Schmerztherapeuten führt jedoch zunächst über den Hausarzt. Der niedergelassene Schmerztherapeut kann bei Bedarf eine Überweisung ins Klinikum ausstellen. Leider können chronische Schmerzen oft nicht mehr abgestellt werden, aber eine Linderung der Schmerzen um 30% ist häufig möglich. 

Im Anschluss an den Vortrag nutzten noch viele die Gelegenheit, Fragen zu stellen, bevor Susanne Schwarz vom Kompetenzzentrum der Sozialstation Esslingen den interessanten und informativen Abend mit einem herzlichen Dank an Frau Anneke Kemmler schloss.