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MIT SICHERHEIT GUT UNTERSTÜTZT.

Die Sozialhilfe (SGBXII) garantiert pflege- und betreuungsbedürftigen Menschen unabhängig vom Einkommen eine gute, sichere Versorgung durch die Kostenerstattung von Hilfeleistungen über Kranken- oder Pflegekassen und andere Leistungsträger. Das gilt auch für pflegerische und unterstützende Maßnahmen in der eigenen Wohnung oder in der eines Angehörigen.

Leistungen der ambulanten Behandlungspflege als Ergänzung oder Weiterführung ärztlicher Maßnahmen zu Hause, z.B. nach einem Krankenhausaufenthalt, müssen für eine Erstattung vom behandelnden Arzt verordnet und ausschließlich von examinierten Pflegekräften durchgeführt werden. Die Kosten rechnen wir als zugelassener Pflegedienst direkt mit der Krankenkasse ab.

Betreuung im Bereich der Grundpflege wie die Hilfe beim Waschen, Ankleiden und der Hauswirtschaftlichen Versorgung wie Putzen, Mahlzeiten zubereiten usw., können entsprechend des Pflegegrades (bis 31.12.2016: Pflegestufe) von der Pflegeversicherung übernommen werden. Hier kann der Betroffene die Unterstützung als Sachleistung (Pflegehilfe) erhalten, d.h. eine professionelle Pflegekraft übernimmt die entsprechende Versorgung. Wird die Hilfe stattdessen von einem Angehörigen in angemessener Form sichergestellt, kann der Betroffene Pflegegeld von der Kasse erhalten. Auch eine Kombination aus Sach- und Pflegegeldleistungen ist möglich, d.h. ein Teil der Betreuung übernimmt ein professioneller Pflegedienst, die übrigen Leistungen werden privat erbracht.

Die Höhe der Erstattung durch die Pflegekasse ist abhängig vom Grad der Pflegebedürftigkeit, der so genannte Pflegegrad (bis 31.12.2016: Pflegestufe). Für die Einstufung und Gewährung von Leistungen muss der Betroffene oder dessen Vertreter einen Antrag stellen. Die Pflegekasse prüft, mit Hilfe des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherungen (MDK) als unabhängige Einrichtung, die erforderlichen und individuellen Bedürfnisse und legt die Pflegestufe fest. Es werden die Pflegestufen I von "erheblich pflegebedürftig", über Stufe II "schwerpflegebedürftig" bis Stufe III "schwerstpflegebedürftig" sowie besondere Härtefälle unterschieden. Zur Zeit (Stand 2013) werden für Stufe I monatliche Sachleistungen in Höhe von 450 € oder ein Pflegegeld von 235 € gewährt. Entsprechend Stufe II 1100 / 440 € und III 1550 / 700 €. Seit dem 01.01.2013 erhalten Pflegebedürftige mit einer sogenannten "eingeschränkten Alltagskompetenz" (z.B. Demenz) zusätzliche Leistungen in Stufe I und II und auch, wenn der Hilfebedarf die Stufe I nicht erreicht ("Stufe 0"): Bei der Stufe I beläuft sich der Anspruch der monatlichen Sachleistungen auf 665 € und die Geldleistungen auf 305 €, Stufe II 1250 € / 525 € und Stufe 0 225 € / 120 €.

Außerdem gibt es die Möglichkeit der Kostenerstattung bei Familien-Haushalts-Hilfe, bei zusätzlichem Betreuungsbedarf wie Demenz, bei Kurzzeitpflege, als so genannte Verhinderungspflege, von Leistungen für pflegende Angehörige wie Kurse oder Gruppen, von Pflegehilfsmitteln usw. Alle Hilfen durch die Kassen, aber auch anderen Leistungsträgern wie Sozial- oder Jugendämter, sind stark von der individuellen Situation des Pflegebedürftigen abhängig. Wir stehen Ihnen mit unserem Wissen und der Erfahrung langjähriger Betreuung gerne auch zur finanziellen Beratung zur Seite. Sprechen Sie uns an.